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„Super Fight Night“ Dessau - Ergebnisse und O-Töne



SES-Box-Gala, Samstag 26.07.2014, Anhalt Arena Dessau
„Super Fight Night“
Ergebnisse und O-Töne
Robert Stieglitz siegt über Khomitsky – sein „WM-Projekt” geht weiter
Robin Krasniqi mit deutlichem Punktsieg nun bei der WBO und WBA in bester Position für eine neue WM-Chance
Christina Hammer ist neue WBO-Weltmeisterin im Jr. Mittelgewicht
Dominic Bösel gewinnt erste WBO-Inter-Conti-Titelverteidigung


Es war ein denkwürdiger Box-Abend in der Dessauer Anhalt Arena. In fast tropischer Hitze mussten alle Akteure der „Super Fight Night“ und auch die über 4.200 Zuschauer an die Grenzen ihrer physischen Belastbarkeit gehen. Mit fünf WBO-Titelkämpfen der SES-Fighter war das Programm hochkarätig besetzt und es kam zudem zu teilweise dramatischen Kampfverläufen, die die stimmungsvollen Zuschauer in der Halle sowie auch die TV-Zuschauer der langen „Super Fight Night“ in SAT.1 in ihren Bann zogen.

„Das WM Projekt!” – der Hauptkampf:


(Foto: Peter Gercke)


WBO Inter-Continental Championship Super Middleweight (12 Rounds)
Robert Stieglitz (GER) vs. Sergey Khomitsky (BLR)
W Tko Rd. 10, 0‘12



(Foto: Peter Gercke)


Er kann den Weg in seinem “WM-Projekt” fortsetzen. Der zweimalige Weltmeister Robert Stieglitz holte sich den WBO-Inter-Conti-Titel im Super-Mittelgewicht und rückte so seinem Ziel, der Rückeroberung “seines WBO-WM-Gürtels” ein ganzes Stück näher. Nach anfänglicher Zurückhaltung kam der SES-Boxer aus Magdeburg immer besser in den Kampf gegen den immer wieder vorwärts boxenden Sergey “The Ghost” Khomitsky. Auch durch einen Cut am rechten Auge, erlitten in der sechsten Runde, ließ sich Stieglitz nicht beirren, setzte dem „Geist“ mit immer mehr harten Treffern zu und erarbeitet sich so einen Punktvorsprung. Eine Cut-Wunde auf dem Kopf von Khomitsky machte dieses Gefecht ab der achten Runde zu einer blutigen Angelegenheit. Mehr und mehr baute Stieglitz Druck auf und Khomitsky suchte nach Auszeiten. Nach zweimaliger Unterbrechung schaffte es die Ecke des Weißrussen nicht, die sich immer wieder lösenden Tapes an den Handschuhen zu befestigen. Anfangs der 10. Runde dauerte dem polnischen Ringrichter Lagosz Zbigniew die dritte Unterbrechung zu lange und nachdem die Khomitsky-Ecke auch noch die signierten Bandagen weiter löste, brach er den Kampf ab und erklärte so Robert Stieglitz zum Tko-Sieger.

Robert Stieglitz : „Ich habe ja nur ein Ziel: Ich will meinen WBO-WM-Gürtel zurück. Dieser Kampf war ein wichtiger Schritt. Khomitsky war der erwartet unbequeme Gegner, da musste ich mich nach den ersten Runden erst in den Kampf „reinkämpfen“. Was seine Ecke da mit den Tapes gemacht hat, habe ich so noch nie erlebt, die wollten nur Zeit schinden!“

SES-Promoter Ulf Steinforth: „Robert hat mit Khomitsky den höchstplatzierten Boxer der WBO-Rangliste geboxt, der sich ihm stellen wollte oder konnte. Nun können wir das „WM-Projekt“ fortsetzen. Als Pflichtherausforderer wäre ein WM-Kampf dann im ersten Vierteljahr 2015 gegen den Weltmeister möglich. Es könnte aber auch sein, das es zum Duell Stieglitz gegen Sturm kommt – auch diesen Kampf wollen viele Box-Fans sehen!“

WBO International Championship Light Heavyweight / WBA Continental Championship Light Heavyweight (12 Rounds)
Robin Krasniqi (GER) vs. Oleksandr Cherviak (UKR)
W PTS: 117:111, 117:111, 118:110


(Foto: Peter Gercke)


Der Angriff von Robin Krasniqi als Nummer 3 der WBO und WBA-Nummer 4 auf eine neue WM-Chance im Halb-Schwergewicht war erfolgreich. Gegen den in beiden Verbänden hochplatzierten Oleksandr Cherviak setzte der Münchener SES-Fighter gute Akzente und beherrschte den teilweise wild anstürmenden Ukrainer vor allem dann mit seiner Führhand. Mit zahlreichen Treffern auf den Körper und rechten Haken an den Kopf hatte Krasniqi den Kampf im Griff und konnte durch geschicktes Ausweichen und viel Tempo die Infight-Situationen vermeiden. Der vielgerühmte Aufwärtshaken fand diesmal aber nicht sein Ziel und so ging dieser Kampf über die Runden. In Robin Krasniqi hatte dieses intensive und hochklassige Gefecht den deutlichen und unbestrittenen Punktsieger. Mit den beiden Titeln der WBO bzw. WBA und den sich daraus ergebenen Ranglistenpositionen ist eine neue mögliche WM-Chance für ihn deutlich näher gerückt.

Robin Krasniqi : „Ganz zufrieden war ich mit meinem Kampf nicht, es war aber auch im Ring wie in einer Sauna. Ich wollte noch deutlicher gewinnen und weiß, wo und wie ich mich für den nächsten Kampf noch einmal steigern kann. Mein Ziel ist eine neue WM-Chance!“

Dirk Dzemski: „Robin setzt manchmal immer noch seinen Kopf durch. Er hätte heute noch deutlicher gewinnen können, sollte sich mehr an meine Anweisungen halten. Beim nächsten Mal habe ich meine Finger wieder noch mehr an „seiner Playstation“!“

Ulf Steinforth: „ Robin Krasniqi hat noch ein Riesenpotential. Er wird sich noch weiter entwickeln. Unsere Strategie in den zwei Verbänden WBO und WBA anzugreifen ist soweit schon mal aufgegangen. Die Weltmeister Kovalev und Jürgen Brähmer sind die WM-Titelkampfkandidaten für Robin.“

WBO / WBF World Championship Jr. Middleweight (10 Rounds)
Christina Hammer (GER) vs. Anne Sophie Mathis (FRA)
W DQ, Rd. 5, 0’25



(Foto: Peter Gercke)


Eigentlich sollte es ein Highlight der Dessauer Box-Nacht werden, das Duell der beiden Ausnahmeboxerinnen Christina Hammer und Anne Sophie Mathis, die im Kampf um den vakanten WBO-Weltmeistertitel im Jr. Mittelgewicht aufeinander trafen. Die Doppel-Weltmeisterin im Mittel- und Super-Mittelgewicht Christina Hammer aus Dortmund wollte gegen die französische “Box-Legende” Mathis Box-Geschichte schreiben und die dritte Gewichtsklasse beherrschen. Nach einer ansehnlichen ersten Runde wurde der Kampf in den nächsten Runden vom Klammern, Halten und unsauberen Aktionen geprägt. In der fünften Runde musste Christina Hammer schwer angeschlagen zu Boden, nachdem sie von Mathis gehalten und in dieser Aktion hart auf den Hinterkopf geschlagen wurde. Der Ringrichter beendete den Kampf durch Disqualifikation auch wegen Nachschlagens von Anne Sophie Mathis. Christina Hammer wurde somit die neue WBO-/WBF-Weltmeisterin im Jr. Mittelgewicht. Ein Kampfausgang, den sich so keiner gewünscht hatte.

Christina Hammer: “Der Kampf war unsauber, wir können beide besser boxen und die unfaire Aktion von Mathis macht mich mit dem Titel nicht glücklich. Ich wünsche mir, dass dieses „Ding“ noch einmal richtig geklärt wird.“

Promoter Ulf Steinforth: „Nach der guten ersten Runde war ein „Ringen und Halten“. Mit dem unrühmlichen und „kuriosen“ Ende dieses Kampfes muss man in den Planungen sehen, ob da in der nächsten Zeit ein Rematch Sinn macht oder sein muss?“

WBO Inter-Continental Championship Light Heavyweight (10 Rounds)
Dominic Bösel (GER) vs. Daniel Regi (HUN)
W PTS: 100:87, 100:87, 100:87


(Foto: Peter Gercke)


Er hat seine erste Titelverteidigung des WBO-Inter-Conti-Titels im Halb-Schwergewicht überaus deutlich gewonnen. Dominic Bösel aus Freyburg / Unstrut konnte den Ungarn Daniel Regi überaus deutlich nach Punkten besiegen. Der „Team Deutschland“-Kapitän hatte mit souveränem Boxen seinen Gegner stets im Griff und konnte den zähen und immer wieder angreifenden Ungarn dreimal auf den Ringboden bringen. Regi überstand diese schweren Situationen und stellte sich immer wieder tapfer zum Gefecht. Am klaren Punktsieg von Dominic Bösel gab es aber nie Zweifel und er konnte sich von seiner zahlreichen Fangemeinde feiern lassen.

WBO Youth Inter-Continental Championship Light Heavyweight (10 Rounds)
Moritz Stahl (GER) vs. Guram Natsulishvili (ESP)
L Ko, Rd. 5, 2‘27


(Foto: Peter Gercke)


Es sollte sein erster internationaler Titel werden. Moritz Stahl, der talentierte Super-Mittelgewichtler aus dem „Team Deutschland“ hatte aber in Guram Natsulishvili aus Spanien einen guten Gegner, den er die ersten drei Runden beherrschte, ihn im Gesicht deutlich mit seinen harten Rechten zeichnete und so eigentlich „voll auf der Weg“ zum Titel des WBO-Junioren-Inter-Conti-Champions war. Aber in der vierten und dann vor allem in der fünften Runde kam der Spanier besser auf und setzte in der Runde 5 zwei Körpertreffer, die es in sich hatten. Moritz Stahl musste aufgeben und so hat der erst 22-jährige aus Halle / Saale seine erste Niederlage zu verkraften.

Heavyweight (6 Rounds)
Tom Schwarz (GER) vs. Olegs Lopajevs (LAT)
W Tko, Rd. 1, 2‘20



(Foto: Peter Gercke)


Seine Siegesserie fortsetzen konnte Tom Schwarz aus Halle/Saale. In seinem achten Profikampf kam der hochgehandelte Schwergewichtler aus dem „Team Deutschland“ wieder zu einem Tko-Sieg, diesmal über Olegs Lopajevs aus Lettland.

Jr. Welterweight (6 Rounds)
Felix Lamm (GER) vs. Stephane Benito (FRA)
W PTS: 60:54, 60:54, 60:54



(Foto: Peter Gercke)


Einen tollen Kampf lieferte Felix Lamm aus Nordhausen ab. Gegen den erfahrenen und trotz aller Schläge und variantenreichen Kombinationen von Lamm immer wieder angreifenden Stephane Benito aus Spanien kam er zu einem nie gefährdeten und deutlichen Punktsieg.

Cruiserweight (4 Rounds)
Tom Pahlmann (GER) vs. Florians Strupits (LAT)
W PTS: 40:36, 40:36, 40:36



(Foto: Peter Gercke)


Cruisergewichtler Tom Pahlmann aus dem „Team Deutschland“holte sich seine noch nötige Ringerfahrung gegen den Letten Florians Strupits und bezwang diesen deutlich nach Punkten. Der Greifwalder ist nach Beendigung seiner Lehre nun endlich „Vollprofi“.




Ihr SES-Team
27.07.2014 - 17:00:32 Uhr
 


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