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Boxen vom Feinsten – Kühne, Krasniqi und Bösel siegen


Titelverteidigungen, Ko-Siege und Dramatik

(TV-Wiederholung / Zusammenfassung der SES-Box-Gala in der Nacht vom 3. Auf den 4. April um 0.45 Uhr "ran Boxen - Fight Night" auf kabel eins)

Ramona Kühne verteidigt ihre WM-Titel – nach der 6. Runde war Schluss


Die Dreifach-Weltmeisterin Ramona Kühne hat es wieder mal geschafft. In ihrem Heimspiel vor über 3000 Zuschauern in der Potsdamer MBS Arena konnte sich die langjährige SES-Weltmeisterin im Super-Federgewicht gegen die Ungarin Gina Chamie durchsetzen.


(Foto: Peter Gercke)


Mit einem souveränen Kampf, in dem sie von der ersten Sekunde aufzeigte, wer die „Chefin“ im Ring ist, verteidigte die WBO- / WIBF- / WBF-Weltmeisterin aus Brandenburg ihre Gürtel. Nach vielen Treffern zum Körper und zwei Haken zur Leber konnte die Herausfordererin Chamie aus Ungarn nicht viel gegen die im Vorwärtsgang den Kampf bestimmende Weltmeisterin entgegensetzen. In der 6. Runde deutete sich das vorzeitige Ende an: mit Schmerzen im linken Ellenbogen rettete sich die bis dahin ungeschlagene WBC-Junioren-Weltmeisterin Chamie in die Rundenpause, musste aber vor dem Beginn der siebten Runde den Kampf wegen der Verletzung am Arm aufgeben.

Ramona Kühne: „Ich hätte sie dann in der achten Runde „geknackt“, hatte sie mir gerade so schön zurecht gelegt. Schade, dass sie aufgeben musste. Der Kampf hat Spaß gemacht, ich fühlte mich großartig und hatte wieder meine gewohnte Souveränität, die Kontrolle über meine Gegnerin!“

Ein Mann auf seinem Weg – Robin Krasniqi knockt den „Ko-Tyson“ Danso aus

Es sollte eine schwere Aufgabe werden, so waren zumindest die Vorzeichen für einen spannenden Kampf im Halb-Schwergewicht gesetzt. Robin Krasniqi musste im Duell um den vakanten WBO-International-Titel gegen die ungeschlagene Nummer 4 der WBA-Rangliste, Emmanuel „Tyson“ Danso aus Ghana, dessen Ko-Quote stets im Fokus behalten. Mit seinem Rekord von 18 Ko’s in 20 Kämpfen waren Krasniqi und SES-Trainer Dirk Dzemski vorgewarnt und so entwickelten sie einen Plan. Auf schnellen Beinen, immer der Schlaghand von dem vorwärtsstrebenden Danso ausweichend, konnte Robin Krasniqi von Beginn an den Kampf mit seiner Führhand und eingestreuten harten rechten Haken bestimmen.


(Foto: Peter Gercke)


In einem hochklassigen Kampf baute der Münchener Halbschwergewichtler so seinen Punktevorsprung überdeutlich aus und konnte Danso zudem immer wieder mit harten Händen beeindrucken. In der 7. Runde, nach einigen schweren Treffern, kam dann die „klassische Waffe“ von Krasniqi zum Einsatz. Mit einem krachenden Aufwärtshaken steckte er den wieder einmal anstürmenden Danso zu Boden. Ein Ko-Sieg „vom Feinsten“ von Krasniqi über den „Ko-Tyson“ aus Ghana. Jetzt gehen für Robin Krasniqi die Tore zu einem baldigen WM-Kampf weit auf.


(Foto: Peter Gercke)


Robin Krasniqi : „Alles lief alles nach Plan. Mein Trainer Dirk Dzemski hat mich von außen gesteuert wie mit einer Play-Station. Ich habe jede Anweisung gehört, es hat alles geklappt. Natürlich freue ich mich, dass ich diesen Kampf dann auch noch so final mit dem Aufwärtshaken beenden konnte. Ich wollte die Zuschauer und mein SES-Team glücklich machen. Sie haben so toll zu mir gestanden und mich aus dem Tief nach meiner Niederlage im WM-Kampf gegen Cleverly heraus geführt. Ich bin stolz auf mein Team und wir werden jetzt ein paar Tage feiern!“

Man lernt nie aus – Domenic Bösel gewinnt hartes Duell um den WBO-Interconti-Titel

Der ungeschlagene Ex-WBO-Junioren-Weltmeister Dominic Bösel aus Freyburg / Unstrut ist nach seinem Fight um die WBO-Intercontinental-Meisterschaft im Halb-Schwergewicht um einige Erfahrungen reicher. Gegen den in Tschechien lebenden Kubaner Miguel Velozo musste der erst 24-jährige SES-Boxer sein gesamtes Talent aufbringen, um diesen Kampf knapp für sich zu entscheiden. Velozo, ein Rechtsausleger mit einem unorthodoxen Box-Stil und einigen „Mätzchen“, verlangte Bösel alles ab und lieferte ein offenes Gefecht.


(Foto: Peter Gercke)


Mit schönen Kombinationen konnte Dominic Bösel sein Talent unter Beweis stellen und so den Kubaner mehrfach hart treffen. Kurz vor Ende der sechsten Runde hatte er wieder eine solche Kombination gelandet, dem folgenden Konter von Velozo zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und fand sich so postwendend schwer getroffen auf dem Ringboden wieder. In der Rundenpause hatte Trainer Dirk Dzemski allerhand Tricks anzuwenden, um seinen noch wieder ganz klar scheinenden Schützling wieder kampfbereit zu machen. Mit Geschick und dann wieder klaren Aktionen kam Bösel aber wieder in den Kampf zurück und setzte die Akzente bis zum finalen Gong. Knapper, aber dann doch verdienter Punktsieg mit einigen „ganz neuen Erfahrungen“ und ein neuer WBO-Gürtel für Dominic Bösel .

Dominic Bösel : „Ich war in meiner ganzen Box-Karriere noch nie am Boden, wurde nie angezählt. Das war eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt noch einmal brauche. Mit einem Sieg über einen solch schweren Gegner und mit diesen „Grenzsituationen“ kann ich nur boxerisch wachsen. Das war der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt um noch mehr zu lernen!“

Steffen Kretschmann ist zurück – Punktsieg ohne Glanz


Er wollte sein Comeback nach zweijähriger Ringpause feiern. Für das Duell gegen den Österreicher Samir Kurtagic hatte sich Schwergewichtler Steffen Kretschmann aus Halle/Saale viel vorgenommen, war aber trotz des Punktsieges und einem Niederschlag nicht zufrieden.


(Foto: Peter Gercke)


Steffen Kretschmann: „Mit dem Kampf bin ich unzufrieden. Ich war verkrampft, habe mich schwerfällig bewegt und zu selten konsequent nachgesetzt. Der unfaire Nackenschlag hat zudem Schmerzen im Nacken verursacht und ich musste mich regelrecht durchkämpfen. Da hat man doch die lange Ringabstinenz gemerkt. Der Niederschlag war gut gesetzt, passte. Mit diesen guten Momenten und dem Sieg motiviere ich mich für die nächsten Aufgaben im Schwergewicht!“

Die „Ko-Könige“ – Kurzarbeit für Zemski, Feigenbutz, Schwarz und Stahl

Sie hatte es alle eilig, die beiden „jungen Wilden“ des SES-Teams auf der Box-Gala in Potsdam. Am schnellsten beendete Super-Mittelgewichtler Moritz Stahl sein Duell gegen Petar Markovic. Nach 11 Monaten Wettkampfpause hatte Stahl seinen Gegner in der 1. Runde nach 2’06 Minuten mit einer wiederholten Links-Rechts-Kombination final am Boden. Schwergewichtler Tom Schwarz brauchte nur 12 Sekunden mehr, um nach 2’18 Minuten gleichfalls in der ersten Runde Frantisek Kynkal mit einer knallharten Rechten in den Ringstaub zu schicken. In zwei weiteren Gefechten lösten Vincent Feigenbutz im Super-Mittelgewicht und Halb-Mittelgewichtler Matthias Zemski ihre Aufgaben mit TKo-Siegen und mehreren Niederschlägen in Runde 1 bzw. in Runde 3.


(Foto: Peter Gercke)


SES-Promoter Ulf Steinforth: „Wir haben unser Versprechen gehalten und nach unserem ersten Auftritt hier im letzten Jahr für das tolle Potsdamer Box-Publikum noch „eine Schippe“ draufgelegt. Ich bin stolz auf eine souverän boxende Weltmeisterin Ramona Kühne, einen super aufgelegten Robin Krasniqi , dem so wieder alle WM-Kampf-Türen offen stehen, und auf einen Dominic Bösel , der sich auch nach dem Niederschlag großartig gefangen hat. Es war hier alles dabei: Dramatik, Spannung, hochklassiges Boxen und eben auch mal ein Ko-Festival. Wir kommen gerne wieder!“



Ihr SES-Team
29.03.2014 - 18:47:08 Uhr
 


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