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Harte Profis mit Herz für Kinder


SES-Boxprofis engagieren sich in zahlreichen sozialen Projekten




(Fotos: Wischnewski)


Boxweltmeister zu sein, heißt nicht nur im Rampenlicht zu stehen, sich nach einem Sieg von tausenden, begeisterten Fans in der Bördelandhalle feiern zu lassen und ein Millionen-Publikum vor den TV-Bildschirmen zu begeistern. Vor dem sportlichen Erfolg steht der Trainingsschweiß – das weiß jedes Kind. Was die meisten aber nicht wissen, WBO-Champion Robert Stieglitz steht nicht nur für den eigenen Erfolg gerade. An manchem Montagmorgen löst der 29-Jährige Magdeburger ganz andere Trainingsaufgaben.
Jeden Montag, um 10 Uhr kommen Kinder des Förderschule Hugo Kükelhaus in die Trainingshalle der SES-Boxprofis in Neu Olvenstedt. In der Schule lernen Kinder mit geistiger Behinderung, und sie sind seit Jahren willkommene Gäste bei den Boxprofis. Eine Stunde lang werden beispielsweise Ray, Michele, Nelly, Luca, Denny, Tobias und Nico von den Weltmeistern Robert Stieglitz , Jan Zaveck, Christina Hammer, Europameister Lukas Konecny und ihren Trainern Dirk Dzemski und René Friese betreut.



Sportlerin Mellanie Mandel-Seifert erklärt: „Der Sport mit den Boxern ist etwas ganz besonderes für die Kinder. Sie kennen die Sportler aus dem Fernsehen und von Plakaten. Sie sind einfach begeistert. Wichtig ist aber auch, dass hier ihre koordinativen Fähigkeiten gefördert und sie an ganz neu Bewegungen herangeführt werden.“ Manchmal ziehen die 9 bis 16-Jährigen nämlich auch die Boxhandschuhe über und üben sich an den Sandsäcken im Faustkampf.
Die Zusammenarbeit mit der Förderschule besteht bereits seit rund acht Jahren. Nur, als sich das Boxgym mit ungünstigeren Bedingungen noch in der Brandenburger Straße befand, gab es eine Betreuungspause.
Das Training für die geistigbehinderten Kinder ist nicht das einzige Projekt im sozialen Bereich, in dem sich die Profis des Boxstalls aus der Elbestadt engagieren. Robert Stieglitz pflegt noch eine Patenschaft mit der Integrierten Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ in Magdeburg Nord. Hier unterstützt er das Schüler-Projekt „Schule ohne Rassismuns – Schule mit Courage“. Hin und wieder trifft Stieglitz mit Mädchen und Jungen der insgesamt 800 Schüler der IGS zusammen, trainiert mit ihnen und kommt mit ihnen ins Gespräch.
„Besonders gut finde ich, dass die Schüler das Projekt selbst initiiert haben. So etwas unterstütze ich sehr gern“, sagt der Champion.
Insbesondere am Standort des Gyms in Neu Olvenstedt sieht SES-Chef Ulf Steinforth eine Verpflichtung für die Profis. „Wir wurden immer von den Magdeburger Fans, den Unternehmen und der Stadt unterstützt. Deshalb wollen wir gern etwas zurückgeben.“ Das sei gerade in Neu Olvenstedt wichtig. Die Boxer wollen hier mitten im Kietz sein. Jeden Mittwochnachmittag haben die Kinder und Jugendlichen von „Die Brücke“, ein freier Träger der Magdeburger Jugendhilfe, Gelegenheit bei den Profis zu trainieren. Außerdem kommen die Kinder der noch im Aufbau befindlichen Boxabteilung vom SV Lindenweiler in die Sporthalle am Bruno-Taut-Ring.
Wo die Profis trainieren, geht es also nicht nur um WM-Gürtel und begeistere Fans, sondern auch um soziales Engagement. Die Weltmeister sind also ganz dicht am Leben der Stadt.




Ihr SES-Team
15.06.2011 - 10:54:34 Uhr
 


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